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Geschichtliches
Die Dorfschule wurde bereits vor dem 2. Weltkrieg geschlossen, nach dem Bau
einer neuen Schule 1955 wieder eröffnet, um im Zuge der Schulreform 1966 endgültig
aufgelöst zu werden. Aber immer noch sehenswert, die 1. Stebacher Schule in der
Hochstr. ein schöner alter Fachwerkbau. Im Keller der Schule befindet sich auch heute noch ein voll funktionsfähiger Backes und Dank meines Nachbarn Herrn Rust, Bäckermeister im Ruhestand, wird dort auch immer noch gutes Steinofenbrot gemacht.
Die Kinder aus Stebach besuchen heute die Grundschule in Großmaischeid bzw. die weiterführenden Schulen in Dierdorf.

Die Geschichte der gemeinsamen Schule Stebach-Kausen.
Im Jahre 1833 wurden die Gemeinden Stebach und Kausen von der Fürstlich-Wiedischen Regierung zu Neuwied aufgefordert, in der Mitte zwischen beiden Ortschaften eine Schule zu bauen. Der Schulbau wurde begonnen, aber da es finanzielle Schwierigkeiten gab wieder gestoppt.
Im Jahre 1835 einigten sich die beiden Gemeinden dahingehend, dass Kausen und auch Stebach
eine eigene Schule bauen.
Als die Schulen fertig gestellt waren, besuchten die Kinder im monatlichen Wechsel die Schulen
in Stebach und in Kausen.
Der Stebacher Lehrer Schumacher berichtete 1889 in der von ihm geführten Schulchronik, das die älteren Einwohner ihm folgendes über den Schulhausbau erzählten: Die von der Regierung angeordnete Stelle in der Mitte zwischen Kausen und Stebach lag mitten im Wald. Dahin sollte nach dem Willen der Regierung die Schule, aber das gefiel keinem so richtig. Nun sollte die Schule vor dem Wald gebaut werden. Es wurde darum gelost und das Losglück war auf der Seite der Stebacher und damit die Schule auf der Stebacher Waldseite. Kausen hatte mehr Bürger und Kinder und fühlte sich in seinem Stolz zu sehr verletzt um ihre Kinder dann dorthin zu schicken und so wurde man sich wieder uneinig und jede Gemeinde baute für sich. Ende der 1840er Jahre beantragte die Gemeinde Kausen die Trennung von Stebach. Die Regierung in Koblenz verwies auf den Rechtsweg. Am 27. November 1850 entschied das Königliche Kreisgericht zu Neuwied zu Gunsten der Kläger. Dadurch erhielt Stebach jetzt einen eigenen Lehrer. Am 20. Juni 1852 besuchte der Königliche Schulinspektor Pfarrer Dr. Sauerborn, die Stebacher Dorfschule.
Sein Bericht:
Die Schule von Stebach ist in einem guten Zustand.
Die Leistungen der Schüler der 1. und 2. Gruppe sind:
in der biblischen Geschichte ziemlich befriedigend.
im Lesen ziemlich befriedigend.
im Schreiben ziemlich befriedigend.
im Rechnen mittelmäßig.
in der deutschen Sprache mittelmäßig.
Die Leistungen der Schüler 3. Gruppe sind in den Elementarfächern nur mittelmäßig.
Die Schule in Stebach befand sich unter dem Lehrer Johann Adam Groh in keinem befriedigenden
Zustand, wovon teilweise der wechselnde Unterricht in Kausen und Stebach als Grund angenommen wurde.Da jetzt sowohl Kausen wie auch Stebach einen eigenen Lehrer hat wird der Unterricht mit besserem Erfolg erteil werden.
Quellen: Schulchronik Stebach und Landeshauptarchiv Koblenz Bestand 441 Nr. 27443.
Die katholische Elementarschule zu Stebach 1852-1883.
Stebach wird 800 Jahre 30.Mai bis 1. Juni 08. Besichtigungsmöglichkeit des Backes, altes Backes Zubehör und alte Schulgegenstände.

